1996 - 2000
Großsiedlung Dresden-Trachau: "Hans-Richter-Siedlung"
Die 1929 - 1933 sowie 1934 - 1938 gebaute Siedlung ist ein über Deutschland hinaus bedeutsames Baudenkmal der neuen Sachlichkeit. In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege erfolgte die denkmalgerechte Sanierung und eine umfassende Modernisierung der Häuser. Die originale Farbigkeit der Fassaden wurde nach umfangreichen restauratorischen Untersuchungen wiederhergestellt. Wichtige handwerkliche Details wurden erhalten und behutsam instandgesetzt. Aufbauend auf einem Gesamtkonzept konnte bei dieser Siedlung auch das Wohnumfeld (Freiflächen, Parkraumkonzept, Müllplätze) beplant und in die Gestaltung einbezogen werden. Weiterbauen am Denkmal ist besonders im Wohnungsbau eine Voraussetzung für den Erhalt des Gebäudes. Weiterbauen berücksichtigt die veränderten Ansprüche und Gewohnheiten. Durch den Umbau der Laubenganghäuser Hans Richters im Zentrum der Siedlung entstanden 115 vorrangig für ältere und behinderte Menschen konzipierte Ein- und Zweiraumwohnungen mit nach Süden, zur Gartenseite gelegenen Balkonen sowie einem vorgelagerten Aufzugsturm. Im Einklang mit den Vorstellungen der Denkmalpflege steht der Aufzug frei vor der durch Laubengänge horizontal gegliederten Fassade. Die ursprüngliche Gestaltung bleibt in Form, Farbe und Material ablesbar. Die Anbindung erfolgt - Stegen gleich - über leichte, transparente Brücken. Ergänzt durch den Bereich eines privaten Pflegedienstes im Haus finden die Bewohner die Möglichkeit des betreuten Wohnens im vertrauten Umfeld.

Bauherr: Wohnungsgenossenschaft Trachau-Nord eG

Wohnfläche: ca. 92.000 qm/1680 WE

Baukosten: ca. 57 Mio EURO


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